Castro Ruz, Fidel (*1927), kubanischer Politiker und Revolutionsführer,
Regierungschef (seit 1959) und Staatsoberhaupt (seit 1976) von Kuba.
Er studierte Jura und wurde Rechtsanwalt. Wurde verhaftet und zu 15
Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Seine Verteidigung vor Gericht hatte er
selbst übernommen; der berühmte Schlusssatz seiner Verteidigungsrede,
„Die Geschichte wird mich freisprechen”, wurde zum zentralen politischen
Schlagwort der revolutionären Bewegung.
castro


Guevara Serna, Ernesto (Che), (1928-1967), lateinamerikanischer
Revolutionär und Politiker. Studierte den Mensch und wurde Arzt. Die
Ungerechtigkeiten hat er erkannt und versuchte hier Grenzen zu setzen.
In den Jahren 1952 bis 1955 unternahm Guevara längere Reisen durch
Lateinamerika bis hinauf nach Mexiko, wobei er, vor allem in Bolivien und
Guatemala, in Kontakt mit den dortigen sozialrevolutionären Bewegungen
kam und zeitweise als Arzt in Leprastationen arbeitete. In dieser Zeit
entwickelte sich seine Überzeugung, dass die von den USA mitverursachte
Massenarmut und Korruption in Lateinamerika nur durch
eine gewaltsame Revolution beseitigt werden könne.
Che Guevara hat hauptsächlich dank der Generation, die er inspirierte,
als einmalige und denkwürdige Gestalt überlebt.
guevara

Solschenizyn, Aleksandr Issajewitsch, russischer Schriftsteller.
Berühmt wurde er vor allem mit seinem dokumentarischen Bericht
Archipelag GULAG " Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch "
(Paris, 1973-1975; Der Archipel GULAG 1918-1956) über die Verhältnisse
im sowjetischen Haftapparat.
Er studierte an der Universität Rostow. Artillerieoffizier in der sowjetischen
Armee. Aufgrund antistalinistischer Äusserungen wurde er 1945 zu acht
Jahren Gefängnis verurteilt.
Seine Erfahrungen im Zwangsarbeiterlager bildeten den Hintergrund seiner
ersten Erzählung. Das Buch, das erstmals die Zustände in sowjetischen
Strafgefangenenlagern schilderte, erregte sowohl im Ausland als auch in der
Sowjetunion Aufsehen. Für sein Werk, ein Plädoyer für Humanität und
traditionelle Werte, wurde Solschenizyn 1970 der Nobelpreis für Literatur
verliehen, den er jedoch nicht persönlich entgegennehmen durfte.
Nach der Veröffentlichung des dokumentarischen Berichts Archipelag GULAG
über das sowjetische Gefängnissystem und die Geheimpolizei wurde
Solschenizyn im Februar 1974 aus der UdSSR ausgewiesen.
1997 wurde Solschenizyn in die Russische Akademie der Wissenschaften
gewählt. Im gleichen Jahr richtete der Autor einen mit 25 000 US-Dollar
dotierten Literaturpreis ein, mit dem russische Schriftsteller ausgezeichnet
werden, deren Werke einen „Beitrag zum Erhalt und zur Entwicklung der
Traditionen der russischen Literatur” leisten.
solzhenitsyn.ru

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22.08.2015